William McKinley_Kinn_Gemeinfrei

Wie bitte? Die Finnen sind wie von Sinnen, wenn man ihnen an den Kinnen krault? Kann das wirklich sein? Ist das überhaupt ein grammatikalisch korrekter Satz? Das ist völlig egal, denn um bestes Deutsch geht es nicht beim Jieper-Preis, den die taz-Redaktion DIE WAHRHEIT alljährlich vergibt. Ausgezeichnet werden Journalisten und Publizisten, die in einem ernsten Umfeld einen von der Redaktion ausgewählten Nonsens-Satz einfügen. Als Preis winkt die „große Ente“, eine Flasche Brandy der Marke „Gramd Duque d’Alba“, die auf der Frankfurter Buchmesse überreicht wird.

Im Namen des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) habe auch ich in diesem Jahr einen Beitrag eingereichet. In einer Nachricht aus dem September behauptete ich, dass es bei dem Finnen-Kinnen-Satz sich um ein altes skandinavisches Sprichwort handele. Für den Preis hat es leider nicht gereicht, allerdings für eine lobende Erwähnung:

Sehr geradlinig und auch beinahe preisverdächtig hingegen ging das vom Auswärtigen Amt geförderte Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) vor. In einem Beitrag über „Mehr Kulturvernetzung im Ostseeraum“ wird von einem sechstägigen Workshop während der „Helsinki Design Week“ berichtet, bei dem Teilnehmer angeblich herausfinden könnten, ob Finnen tatsächlich wie von Sinnen sind, krault man ihnen an den Kinnen.

Der verdiente Gewinner hat sich auch deutlich mehr ins Zeug gelegt. Der Verlag Monsenstein & Vannerdat produzierte eigens eine CD und vertonten den Text in zwei Versionen.

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Written by Dominic